Experten klären auf

Die 5 größten Irrtümer in Ihrer persönlichen Ruhestandsplanung

Sie sind im Ruhestand angekommen. Jetzt muss das vorhandene Kapital noch für den Rest Ihres Lebens reichen. Viele Menschen teilen sich jetzt einen Teil ihrer Rente mittels einer Entnahme aus z.B. Depot selber ein. Was aber sind die größten Irrtümer bei der persönlichen Ruhestandsplanung?


Die Immobilie ist schuldenfrei, das Wertpapierdepot hat sich gut entwickelt und auf dem Konto liegt eine üppige Summe. Viele Menschen blicken mit Stolz auf Ihre private Vorsorge und das zu Recht. Eigentlich könnte man sich jetzt entspannt zurücklehnen und das Leben genießen. Aber Vorsicht: Wer sich nicht detailliert mit der seiner neuen finanzellen Ssituation auseinandersetzt, könnte einige böse Überraschungen erleben.

1. Irrtum: So alt werde ich sowieso nicht!

Wie alt werden wir? Das ist eine gute Frage. Dem Bundesamt für Statistik zufolge liegt das durchschnittliche Sterbealter von Männern bei 74,2 Jahren und von Frauen bei 81,3 Jahren. Diese Durchschnittszahlen lassen sich aber nicht ohne weiteres auf die eigene Lebenserwartung übertragen. Warum ist das so? Der medizinische Fortschritt lässt die Lebensdauer kontinuierlich ansteigen. Bereits heute hat ein 55-jähriger Mann statistisch gesehen eine 43-prozentige Chance, das 90. Lebensjahr zu erleben. Bei 55-jährigen Frauen liegt die Wahrscheinlichkeit dafür bei 61 %.

Natürlich weiß niemand, wie alt wir tatsächlich werden. Daher lässt sich nicht genau berechnen, wie lange das Geld noch ausreichen muss. Somit gilt im Zweifel: Rechnen Sie vorsichtshalber mit einem langen Leben!

Experten-Tipp: Investieren Sie einen Teil Ihres Vermögens in flexible Rentenprodukte, die Ihnen ein lebenslanges, regelmäßiges Einkommen garantieren.

2. Irrtum: Mein Vermögen aufteilen? – Das kann ich selbst!

In den letzten Jahrzehnten haben Sie hart gearbeitet, Ihr Vermögen aufgebaut und somit Rücklagen geschaffen. Nun dürfen Sie Ihre Reserven für das Alter angreifen. Aber wie viel dürfen Sie tatsächlich mit gutem Gewissen verbrauchen? Schließlich wissen Sie ja nicht, wie lange das Geld reichen muss und was an unvorhersehbaren Ereignissen passiert. Da die meisten von uns in der Regel nicht zum Kreis der Finanzexperten gehören, neigen wir vielleicht zu Extremen. Entweder genießen wir das Leben, geben zu viel aus,  und bedenken nicht, dass das Geld noch lange reichen muss. Oder aber wir sind übervorsichtig, rechnen mit dem Schlimmsten und gönnen uns weniger als wir könnten. Die goldene Mitte zu finden, ist sehr schwierig.

Wäre es nicht schön, wenn ein Teil unseres Vermögens weiterhin wachsen würde, so dass z.B. spätere Kosten für die Pflege oder eine Haushaltshilfe leichter zu finanzieren wären? Eine gute Ruhestandsplanung erreicht genau das. Sie zeigt Möglichkeiten auf, mit denen Sie einen Teil Ihres Vermögens guten Gewissens verbrauchen können, während der Rest weiter wächst.

Experten-Tipp: Unabhängige Ruhestandsplaner analysieren mit Ihnen Ihre Vermögenswerte und optimieren bei Bedarf Ihre Altersversorgung.

3. Irrtum: Inflationsrate? – Diese liegt bei ca. 2 Prozent!

Vorsicht, denn diese Annahme ist gefährlich! Die meisten Ruheständler wissen zwar, dass die Inflationsrate Ihre Kaufkraft jedes Jahr verringert, aber wer diese mit nur 2 % berücksichtigt, verrechnet sich gründlich. Wenn man bedenkt, dass sich der Preis für einen Liter Benzin seit 1975 vervierfacht hat, wird sofort klar, dass die Inflation sich auf gewisse Bereiche des täglichen Bedarfs drastisch auswirkt. Mit steigender Inflation verliert Ihr Vermögen stetig an Wert und verringert somit Ihre künftige Kaufkraft.

In der Zukunft müssen wir vor allem in den Bereichen Gesundheit, Pflege, Wasser, Nahrung und Heizmaterial mit spürbar steigenden Preisen rechnen. Es verteuern sich also ausgerechnet jene Produkte und Dienstleistungen, die wir im Alter verstärkt benötigen.

Experten-Tipp: Legen Sie einen Teil Ihres Vermögens in Sachwerten an, die einen Inflationsschutz bieten, eine angemessene Rendite und vor allem eine Garantie durch ein regelmäßiges Einkommen – ein Leben lang!

4. Irrtum: Ich brauche eine Garantie für mein Kapital.

Diese Garantie steht für die Rückzahlung des anfangs eingesetzten Kapitals. Sie gibt außerdem Aufschluss über den Mindestbetrag, den eine Anlage abwerfen wird. Ihre gesamte finanzielle Absicherung im Ruhestand auf diesen Sicherheiten aufzubauen, wäre zu kurz gedacht. Was Sie im Alter tatsächlich brauchen, ist eine Einkommensgarantie, die, unabhängig davon wie alt Sie werden, die Gewissheit bietet, über ein regelmäßiges Einkommen im Monat zu verfügen.

Experten-Tipp: Flexible Renten garantieren Ihnen ein regelmäßiges Einkommen und bieten die nötige Flexibilität – egal, welches Alter Sie erreichen.

5. Irrtum: Kosten? – Mit einer eigenen Immobilie kann ich meinen Ruhestand am besten absichern!

Viele Menschen betrachten Immobilien als eine solide Absicherung für den Ruhestand. Das abbezahlte Eigenheim und darüber hinaus vielleicht noch eine vermietete Wohnung scheinen eine ausreichende Sicherheit zu gewährleisten. Aber Vorsicht: Gerade das Eigenheim kann schnell zu einer finanziellen Belastung werden! Nämlich dann, wenn die Kosten für die Instandhaltung oder Umbaumaßnahmen das zur Verfügung stehende Einkommen übersteigen. Besonders große Häuser werden schnell zu einer Kostenfalle. Eine vermietete Immobilie ist eine gute Einkommensquelle, aber wer garantiert Ihnen, dass der Mieter auch weiterhin pünktlich zahlt? Aber was ist, wenn etwas Unvorhergesehenes geschieht oder teure Reparaturen anstehen, die Ihre Finanzplanung durcheinanderbringen?

Experten-Tipp: Rechnen Sie bei Immobilien langfristig und bilden ausreichende Rücklagen. Bei einer vermieteten Wohnung ist es wie bei nur einer Aktie: Sie haben das volle Einzelwertrisiko. Investieren Sie Ihr Kapital daher breit diversifiziert!


Wir als unabhängige Ruhestandsplaner beraten Sie gerne und überprüfen, ob Ihre aktuelle Vermögenssituation zu Ihren Wünschen und Zielen passt. So können Sie den Irrtümern des Alltags entspannt entgegen treten und Ihren Ruhestand sorgenfrei  genießen.


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